25.06.2010
Gesund im Mund bei Diabetes
Diabetes und Zahnfleischentzündungen hängen miteinander zusammen – das belegen immer mehr Studien. Nun haben Wissenschaftler darauf reagiert und ein Konsensuspapier erarbeitet, das die Leitlinien zur Behandlung von Diabetes und Parodontitis entsprechend ergänzen soll. Leitlinien sind sozusagen Anleitungen für Ärzte und Zahnärzte, wie eine Krankheit nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft am besten behandelt wird.
Das Risiko, während der Lebenszeit an Diabetes mellitus zu erkranken, beträgt etwa 35 Prozent. Dabei ist die häufigste Form mit etwa 90 Prozent der Typ-2-Diabetes. Die Rate von Parodontitis liegt in Deutschland bei Erwachsenen bei etwa 70 Prozent. Eine Analyse mehrerer Studien zeigte, dass nicht-insulinabhängiger Diabetes mit Zahnverlust, Zahnlockerungen oder zunehmender Zahnfleischtaschentiefe verbunden ist.
Außerdem leiden 64 Prozent der Diabetiker an Zahnfleischentzündungen, während es bei den Menschen ohne Diabetes „nur“ 50 Prozent sind. Offenbar spielt es für das Risiko einer Zahnbetterkrankung eine Rolle, wie lang ein Patient schon an Diabetes leidet
Träger der Initiative „Gesund im Mund bei Diabetes“, die zu Beginn 2010 gegründet wurde, sind die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und das Unternehmen Colgate-Palmolive. Die Aufklärung über die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mund- und Allgemeingesundheit stehen im Zentrum der bundesweiten Aktion „Monat der Mundgesundheit“, die Colgate Palmolive in Kooperation mit der BZÄK seit 2001 mit jährlich wechselnden Themenschwerpunkten durchführt.
